Da geht sie weiter, die Operation Bildungslücke. Und nach Captain America- The Winter Soldier, durfte ich nun Amazing Spiderman 2- Rise of Electro bewundern. Fehlt nur noch der aktuelle X-MEN Film und ich bin wieder auf dem neusten Stand.
Mit dem 2012er Reboot von Marc Webb fragte ich mich, warum Spiderman wieder von vorne beginnen, wenn die Eindrücke von Sam Raimis Spiderman Trilogie doch noch so frisch sind. Aber angesichts der Neuerungen in der Spiderman Mythologie, von Parkers Eltern bis hin zu Gwen Stacey, war es wohl nötig, komplett neu zu beginnen.
Mit Amazing Spiderman 2 hat man dann endlich eine Fortsetzung, nach der hundertsten Entstehungsgeschichte von Spiderman und kann aus den vollen schöpfen! Und das macht der Film auch! Neben einem kurzen Auftritt von Rhino und einer Anspielung auf die Sinistren Sechs, wird besonders Schurke Electro ins rechte (blaue) Licht gerückt und beeindruckt durch geniale digitale Effekte.
Doch fangen wir bei der Handlung mal recht weit vorne an:
An dieser Stelle müsste jetzt das Bild verschwimmen und ihr könnt leise Harfenmusik im Hintergrund hören...
Peter Parker liebt New York und er liebt es Spiderman zu sein. Mit tollen Kamerafahrten durch die Häuserschluchten des Big Apple jagd die Spinne seine Feinde und sorgt für Sicherheit auf den Straßen. Doch nicht jeder New Yorker kann sich mit der freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft anfreunden. Auch Parkers Privatleben wird durch den hohen Spinnenanteil im Tagesablauf unterbrochen. Er kommt zu spät zu Prüfungen, seiner Abschlussfeier an der Schule, Uni oder was auch immer- und versetzt die holde Gwen auch in regelmäßigen Abständen. Zwar nimmt sie's locker, da sie Parkers Heldendasein kennt und versteht, doch Peter wird immer häufiger damit konfrontiert, dass er Freundin und Superheld besser trennen sollte. Und so taumelt das junge Liebespaar zwischen Trennungsschmerz und Liebesschwüren derart hin und her, dass man kurz den (Spinnen-) Faden verliert und meint, gerade GZSZ zu schauen- nur eben mit besseren Schauspielern.
Und so sehr Peter versucht, Gwen zu schützen, so stark wird sie später SPOILER SPOILER usw.
Und da wäre ja auch noch Electro- der wohl schlechteste Elektriker aller Zeiten. "Kollege? Kannst du mal die Sicherung rausnehmen so lange ich an diesem wackeligen Stromkabel hantiere? Nein? Egal, dann mach ich es eben trotzdem.....WAAAAAAAAAHHHHHHH!" Und fertig ist der Superschurke mit all seinem Starkstrom Hautton und den coolen Effekten- na da hat sich der Betriebsunfall ja gelohnt- von der Berufsgenossenschaft wird er jedoch mangels Eigensicherung am Arbeitsplatz nix bekommen.
Auch Harry Osborne ist wieder mit von der Partie und zeigt in Rekordzeit den Wandel von Anakin Skywalker zu Darth Vader, ich meine zum Goblin. Schnell eine Erbkrankheit von Papa angedichtet bekommen, dann den Anzug mit dem Gleiter im Schrank abgestaubt und voila- Goblin!
Versteht mich nicht falsch: der 2. Amazing Spiderman macht großen Spaß und hat mit seinen verzweigten Handlungssträngen echt viel zu bieten- hätte aber besser auf zwei Filmen verteilt gehört, da sich die Handlungen gegenseitig Zeit stehlen. Ganz zu schweigen von Rhino, der hier geschlagene 60 Sekunden Screen Time hat. Aber da soll es ja mehr im 3. Teil geben, denn es wird ja eine Trilogie, mit 4 - 6 Teilen, wie es sich heutzutage für Trilogien gehört.
Fazit: Gerade wegen der großartigen Hintergrundgeschichte rund um Peter Parkers Eltern und Kindheit lohnt es sich, den neuen Filmen eine Chance zu geben. Endlich werden wir neue Schurken sehen, wenn man vom Goblin einmal absieht. Die Kämpfe sind toll, die Effekte ihr Geld wert und die Filme machen großen Spaß. Hatte Teil 1 noch große Horrorelemente dank dem Lizard, wird es jetzt mit Electro zu New Yorks größter Lichtshow! Nur der Humor hätte an manchen Stellen noch etwas mehr gedurft. Sonst ein sehr guter Streifen der Lust auf mehr macht! Weiter so, Spidey!!!
Alles rund ums Thema mit der Sprechblase. Von Heftchen, Alben, bis zu den zahlreichen Filmen, Serien und Spielen- eben was so anfällt...
Titelbild
Montag, 8. September 2014
Montag, 1. September 2014
Guardians of the 3D
Wenn man bedenkt, wie lange ich dank der 3D Zuschläge und der allgemeinen Kartenpreise in Höhe einer Blue Ray nicht mehr im Kino war und ich Sachen wie Captain America: Winter Soldier, X-MEN- Zukunft ist Vergangenheit und Amazing Spiderman 2 leider verpasst habe, bis sie dann im Heimkino für mich flimmern können- ist es ein Wunder, ausgerechnet für "Guardians of the Galaxy" ein Ticket gelöst zu haben!
War anfangs der Zweifel groß, als Marvel mit Artworks zeigte, dass es filmisch eine eher für uns unbekannte Truppe verfilmen möchte, schwand jeder Argwohn, als der, zugegeben witzige, Trailer im Netz auftauchte.
Passend dazu erschienen auch bei Panini die neue "Guardians" Serie, um die große Bildungslücke über Marvels Wächter der Galaxie zu schließen.
Doch hat der lustige Filmtrailer bereits alles an Gags offenbart, was im 10. Film des Avengers Universums an Lachhaftem schlummert? Am Samstag, den 30. August, stellte ich dann den neusten Filmstreich auf die Probe.
Bereits die ersten Filmminuten mit einem tanzenden Peter Quill wissen zu unterhalten und zeigen, wie leichtherzig und kurzweilig das Science Fiction Machwerk im Star Wars Stil eigentlich ist.
Alles beginnt jedoch sehr tragisch mit einem kleinen Jungen, dessen schwer kranke Mutter im Sterben liegt. Alles was dem kleinen Kerl von seiner Familie bleibt, ist eine Musikkassette, die zufällig den kompletten Filmsoundtrack beeinhaltet. Doch lange kann der junge Peter Quill nicht um seine Mutter trauern, denn schon wird er von einem Raumschiff entführt.
Die üblichen 20 Jahre später tänzelt ein herangereifter Quill durch einen Weltraumtempel auf der Suche nach einem Schatz. Klar wird es Ärger geben und klar wird sich Peter Quill ( Chris Pratt), der sich jetzt Starlord nennt, mit Witz und List den feindlichen Häschern entziehen- sehr zur Freude der Zuschauer.
Unausweichlich wird jedoch der bladige Gefängnisbesuch, der Peter mit Mörderin Gamora ( Zoe Zaldana), Killerwaschbär Rocket Racoon ( Bradley Cooper), Baummann Groot ( Vin Diesel) und Muskelpaket Drax ( Dave Bautista) zusammenführt. Und was ist besser für einen frechen Außenseiter, als sich mit anderen Außenseitern zusammen zu tun? Der Ausbruch aus dem Sternenknast ist klar und schraubt den Unterhaltungswert in ungeahnte Höhen. Doch ausruhen können sich die neuen Guardians natürlich nicht, denn schon steht neuer Ärger vor der Tür. Der Schurke Ronin plant mit der Macht des Infinity Steins das gesamte Universum zu unterwerfen. Und genau diesen Stein hatte Quill im besagten Tempel mitgehen lassen.
Viel Action, 3D Zauber, der mir als Brillenträger Tränen in die Augen trieb und ein wahres Gag- Feuerwerk, welches dieses Abenteuer zum besten Marvel Film aller Zeiten macht. Naja, bis auf den zweiten Teil vielleicht, welcher schon längst beschlossene Sache ist!
Donnerstag, 7. August 2014
Das Kinderzimmer der 80er ist zurück!
Wer hätte das gedacht? Nach Robocop, den Ninja Turtles und den Transformers hat es nun auch einer der größten Kinderhelden zurück in mein (Kinder-) Zimmer geschafft. He-Man. Jener Plastikheld, von dem alle Kinder zahlreiche Actionfiguren hatten, nur ich nicht. Zwar hatte ich Turtles und das war ja auch toll. Aber so ein schmucker Skeletor hat es nie in meine Sammlung geschafft. Dafür hatte ich zur damaligen Zeit einige Hörspielkassetten aus der Bibliothek ausgeliehen, um die Abenteuer des Helden von Eternia mitzuerleben.
Das der Heldenstoff von Prinz Adam fesselnd ist, obwohl er schamlos bei der Excalibur- Sage klaut, steht außer Frage. Wenn aus einem schwächlichen und eher feigen Prinzen der mutigste aller Kämpfer wird, wünscht man sich im Angesicht der Schulhofrüpel auch ein Zauberschwert samt Reittiger!
Doch so verblüffend dumm die Famile des Prinzen Adam war- sie haben He-Man ( also Adam ohne Kleidung) einfach nicht erkannt. Das wurde später zwar mit einer magischen Aura des Schwertes von Grayskull erklärt, steht aber natürlich an Dämlichkeit kaum der Clark Kent- Superman Unähnlichkeit nach.
Nach einer, für Kinder recht unterhaltsamen, Realverfilmung mit Dolph Lundgren aus dem Jahre 1987 wurde es recht ruhig um den blonden Hünen mit dem grünen Tiger. So richtig Bewegung kam erstmals wieder mit den neuen Abenteuern von He-Man im Jahre 2002. Hier war Adam tatsächlich ein Junge, der mit Kraft des Schwertes zum Mann wird! Es folgten neue Actionfiguren und Comics, die trotz starker Zeichnungen ein junges Publikum ansprechen sollte, welches noch mit Plasikfiguren spielt.
Nach zirka 2 Staffeln der Serie war dann auch schon wieder die Luft raus, obwohl man vom Design deutlich origineller als das Original war.
Endlich, 2014 also, liegt es da- das erste neue Comic der Masters of the Universe und macht die Wiedergeburt des 80er Jahre Kinderzimmers perfekt! An ein deutlich älteres Publikum gerichtet, ist Adam hier kein verwöhnter Prinz, sondern ein Holzfäller und weiß sich durchaus seiner Haut zu wehren, wie er gleich zu Anfang gegen Beastman beweist.
Gute Voraussetzungen also, die neuen, alten Abenteuer des größten Helden aller Kinder neu zu erleben!
Bleibt nur die Hoffnung, dass Michael Bay sich nicht die Filmrechte davon krallt. Mir reicht seine Version der Ninja Turtles aus- und die ähneln meinen alten Actionfiguren aus Kindertagen überhaupt nicht!!!
Mittwoch, 23. Juli 2014
Der etwas andere Held!
Es kann ja nicht immer "Superheld" auf der Speisekarte stehen. Mit der Zeit wird man eben doch der Geschichten rund um Latex tragende, Maskenmänner und Frauen überdrüssig, die sich scheinbar tagsüber in Firnessclubs rumtreiben, um des Nachts auf Streifzug gegen das Verbrechen zu gehen.
Manchmal ist ein Held eben doch etwas unscheinbarer. Da ist es der Bursche, der sich mit den Widrigkeiten des täglichen Lebens herumzuschlagen hat. Sei es die Liebe und die damit verbundenen Duelle mit dem anderen Geschlecht oder die Jagd nach dem beruflichen Glück- denn nicht jeder traut sich, aus seinen Hobbies einen Beruf zu machen! Und da kann ich ja ein Liedchen zu trällern! Oder ist mein Hobby Lagerarbeit/ Callcenter? Gewiss nicht. Doch ich schweife ab....
Flix, in seiner großartig leichten Art hat es geschafft, sich selbst eine etwas andere Biographie zu kredenzen. Nicht immer bierernst aber dafür mit dem nötigen Feingefühl für das Zwischenmenschliche, das Stille, was nur zu Tage tritt, wenn man etwas genauer hinsieht. Das ist die Essenz, aus der "Held" geschmiedet ist.
Von Geburt an, über die ersten Pickel in der Schule, bis hin zur großen Liebe, touchiert Flix alle Register eines Lebens, bis hin zum Tod. Und diese Gratwanderung muss man erst einmal vollbringen. Stets mit einem Augenzwinkern auch auf Ernsthaftes einzugehen, ohne den Lesespaß zu zerstören. Und Motivation gibt es genug, den Telfonbuch- dicken Schmöcker in einem Ritt durchzuarbeiten. Doch es macht Spaß, wie sich Flix verbiegt, um der Freundin zu gefallen, nur um etwas später zu explodieren!
Im Zeitalter der US- und Japanimporte ist es erfrischend, auch mal Lesestoff aus heimischen Anbau zu konsumieren, nur um zu erkennen, dass im Land der Dichter und Denker doch noch Geister existieren, die es schaffen, dem etwas in Ungnade gefallenen Medium der Sprechblase neues Leben einzuhauchen. Denn wer kennt sie nicht, die schiefen Blicke, wenn man mit über 30 noch ein buntes Comicheft liest, während man im Bus zur Arbeit fährt.
Selten hat mich eine Geschichte derart bewegt, wie die skurrile Lebensgeschichte von Flix in den Bänden "Held", " Sag was" und " Mädchen". Mal zum Lachen, mal zum Weinen wurde mir emotional alles geboten, was ich von einer guten Geschichte erwarte. Und irgendwann vergisst man, dass alles nur gezeichnet ist ;)
Sonntag, 13. Juli 2014
SPAWN- Kind der 90er
So schnell kanns gehen. Da habe ich gerade in einer Wühlkiste das fehlende Heft der 98'er Miniserie Blood Feud in den Händen und schon hat es mich wieder gepackt: das Fiber!
Nur äußerst ungern lasse ich mich zu dieser Aussage "Früher war alles besser" hinreißen, aber die aktuellen Hefte des Höllengenerals mit dem blutroten Cape haben mich nicht gerade vom Sofa gehauen.
Doch so sehr ich es auch drehe und wende, SPAWN war in den 90er Jahren einfach etwas ganz besonderes- völlig ungeeignet für kleine Kinderhände, aber um so mehr für mich spätpubertierenden.
Die Gewalt in den Zeichnungen von Capullo, die morbide Grundstimmung voller Ekel, Trash und Splatter!
Einfach eine unkonventionelle Reise durch eine Comicwelt, die sich an sonstige Konventionen nicht zu halten braucht.
Statt glattgebügelter Heldenuniformen und einem Ehrenkodex, der von bleiernder Gerechtigkeit und schwülztigem Pathos erfüllt ist, war Al Simmons, die tragische Hauptfigur der Serie immer meilenweit entfernt. Das beginnt bereits zu seinen Zeiten vor dem Höllenritt zu Malebogia, dem Teufel leibhaftig! Da war Simmons nämlich als fieser Söldner unterwegs, der gar schlimme Dinge getan hat um das spätere goldene Höllenticket zur gehörnten Version von Willy Wonka zu lösen- Fegefeuer inklusive!
So hat die Hauptfigur also von Natur aus wenig Skrupel, die Szenen von lästigen Menschen zu befreien und mit brachialer Gewalt dem Bösen den Garaus zu machen. Die Schlachteplatte war angerichtet und gipfelte in Heft 8 der Serie sogar in einem verzweifelten Versuch der Selbstzensur des Infinity Verlages. Kurzerhand wurde eine Kopfschussszene verpixelt, wo man sich sonst weder vor abgetrennten Gliedmaßen oder Organhäufchen zierte. Aber der Verlag bangte eben, dass die empörte Elternschaft mit Fackel und Heugabel vor den Toren des Verlagshauses für die Absetzung des Gruselcomics Holzkreuze abfackelte.
Also duckten sich die Verleger gleich vor dieser Kugel der Empörung und schlugen dem Leser lieber ins Gesicht. Zensur ist eben besser, wenn man sie nicht merkt. Hier schrie sie auf der Heftseite jedoch so laut auf, dass meine Augenbrauen unweigerlich nach oben gingen. Die restliche Leserschaft reagierte in Briefen an den Verlag ähnlich empört.
Doch trotz dieses einen Ausrutschers blieb sich die Serie treu und erfreute mit zahlreichen Figuren voller schräger Details und liebenswerten Macken. Auf jedem Cover wehte das rote Cape von Kirchendächern, Wasserspeiern, Grabsteinen und Kreuzen. Die Augen funkelten unheimlich grün aus dunklen Ecken und erschufen den Antihelden, aus dessen Anziehung man sich nur schwer lösen konnte.
Da stehe ich nun mit einer Liste im Geschäft, die meine fehlenden SPAWN Ausgaben dokumentiert und ich suche Heft für Heft zusammen, die mir fehlendes Taschengeld vor gut 20 Jahren eingebrockt hatte.
Sonntag, 29. Juni 2014
Kleider machen Helden!
Alle Jahre wieder kommt es Zeichnern und Autoren in den Sinn, den Look ihrer Helden zu verändern um sie etwas "zeitgemäßer" zu gestalten. Es gibt natürlich Figuren, da hat diese Generalüberholung nur recht wenig Sinn, wie die Ninja Turtles zum Beispiel oder Spiderman ( welcher nur minimal verändert wird, was nur wenig ins Gewicht fällt). Auch bei Superman hat man sich bis auf diesen Energiewesen- Ausrutscher Ende der 90er nicht wirklich getraut, dass klassische blau- rote Outfit zu ändern. Lediglich der rote Schlüpfer wurde im Zuge der NEW 52 endlich zur Altkleidersammlung gelegt, auf dass dieser Modeunfall höchstens noch Verwendung in einem Wrestlingring finde.
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| Der neue 2002er Look hielt nicht lange. |
Zuletzt wurde zum Beispiel im X-Men Heft 11 aus dem Jahre 2002 mit dem knackigen Titel X-Men Revolution gezeigt, welche Ideen man für Marvels Mutantenteam Nr. 1 ausgeheckt hatte. Vom Beast mit Fliegerbrille (?) bis hin zu Cable mit Cyclops' Retrovisier der 80er war hier jede Absurdität vertreten. Mit Skizzen und Interviews berichtete man damals noch stolz über alle Neuerungen, nur um die Ideen schon wenige Ausgaben später wieder ab acta zu legen.
In der neusten Ausgabe der X-Men, die wieder ihr erstes Jahr voll gemacht haben, zieren nun die 5 Gründungsmitglieder aus der Vergangenheit das Heftcover mit einem eher an Eiskunstläufer oder Powerrangers erinnernden Outfit. Wo einst Hugh Jackman als Wolverine schon bemerkte, dass man in diesen Klamotten unmöglich vor die Tür kann, fragt man sich, was er wohl zu diesen bunten Leibchen gesagt hätte. Und Wolverine muss es ja wissen, mit seinem blau- gelben Latexbody.
Was mir allerdings dann doch endgültig Pelzbewuchs auf der Zunge verursacht ist Lobo. Ich kenne ihn noch, den haarigen, saufenden Pöbelbiker mit Megawumme, der Morddrohungen ähnlich freigibig verteilt, wie das Prinzenpaar Süßigkeiten zum Karneval. Um so mehr freute ich mich auf den Forever Evil Sonderband mit der Herkunftsgeschichte Lobos. Nur um was zu sehen? Lobo in der Twilight Fassung???
Was auch immer der Zeichner beim Entwurf des Weltraum- Schlägers geraucht haben muss- ich kann wohl froh sein, dass Föhnfrisuren- Lobo nicht im Sonnenlicht glitzert.
| Lobo oder Edward Cullen? |
Doch wie immer werden Fans der Heftserien nie müde, ihren Unmut über zweifelhafte Designideen in Form von Leserbriefen und emails kund zu tun, sodass mancher Frevel am Heldenkostüm bald wieder in der Schublade der Schnapsideen wandert. Sonst würde Superman heute noch so aussehen:
![]() |
| Auch nicht von Dauer: Blitz- Superman |
Samstag, 14. Juni 2014
Fantastic wer?
Ungewöhnliche Maßnahmen scheint Marvel nun anzukündigen. Um den kommenden Fantastic Four Film aus den 20th Century Fox Studios nicht unnötig zu promoten, plant das Haus der ( schlechten) Ideen nun einen radikalen Schritt- wenn man mehreren Internetquellen Glauben schenken möchte. Sie wollen tatsächlich ihre aktuellen Comics der Fantastic Four einstellen. Da Marvel keinen Cent an den Einspielergebnissen des Films bekommen wird, möchte man eben auch nicht durch den Erfolg der Comicheftchen helfen, jemand Fremdes zu Millionen zu verhelfen. Was sich nach dem Gebahren eines bockigen Kleinkindes anhört, ist auch tatsächlich weit überzogen. So soll auch auf Covern anlässlich des 75 - Jährigen Jubiläums der Marvel- Hefte ausgerechnet das vierköpfige Heldenteam fehlen, obwohl sie maßgeblich zum Erfolg des Comichauses beigetragen haben.
Ähnliche Bemühungen gab es scheinbar weder bei Spiderman oder den X-Men. Auch diese Verfilmungen finden nicht in den Marvel Studios statt, doch eingestellt wurden die Hefte hier glücklicherweise nicht.
Doch die eigentlich geschädigten, sind doch die Leser, die nun auf ihre Helden verzichten müssen. Und das, obwohl gerade dieser Serienneustart so genial anfing. Die Vermutung liegt jedoch nahe, dass sich Marvel damit mal wieder selbst ins Knie schießt. Denn wenn ein Kinogänger Hunger auf die FF Hefte bekommt und durch den Film zum Comicfan mutiert, dann kann ihm keiner helfen. Tja, Pech gehabt Marvel. Denn Promotion ist jede Comicverfilmung auch für euch! Und dazu noch kostenlose!
Da ist es doch schön, dass sich DC nicht mit solchen Lapalien herumärgern muss, denn hier sind Comics und sämtliche Filme und Serien in Händen von Warner. Glück gehabt!
Klar dürfte jedenfalls sein, dass sich weder 20th Century Fox, noch Sony davon abhalten lässt, ihre erworbenen Filmrechte in Geld umzusetzen, wo jetzt Superheldenverfilmungen erfolgreicher sind denn je. Und 20th Century Fox hat ja mit den X-Men Filmen ein ähnlich großes Filmuniversum geschaffen, wie Marvel mit den Avengers. Nur der Traum vom Auftritt Wolverines und Spidermans bei den Avengers bleibt bestenfalls ein Traum. Es sei denn Marvel besetzt diese Rollen mit anderen Darstellern.
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