Alles rund ums Thema mit der Sprechblase. Von Heftchen, Alben, bis zu den zahlreichen Filmen, Serien und Spielen- eben was so anfällt...
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Montag, 19. Juli 2021
Loki die Serie? Alles nur Täuschung?
Dienstag, 8. Juni 2021
Zack Snyders Justice League "Dark"
Wer kennt es nicht? Kaum hat man sich einen Film auf Bluray oder DVD gekauft, da dauert es nicht lange und eine erweiterte Version wird angekündigt. Ob "Bladerunner"; "Der Herr der Ringe" oder "X-Men Zukunft ist Vergangenheit"- irgendwann hatte man dann beide Versionen im Regal.
Dass bei "Justice League" von 2017 etwas passieren musste, um die völlig vermurkste Kinofassung wieder gut zu machen, war irgendwie klar. Oder nicht? Immerhin hatte Warner Bros. stets betont, dass niemand die Absicht hatte, einen Director's Cut zu veröffentlichen oder eine Mauer zu bauen.
Sowohl Regisseur Zack Snyder, als auch seine Schauspieler Jason Momoa, Gal Gadot und Henry Cavill hielten gegen das Dementi. Es wurde gepostet was das Zeug hält und durch reichlich Fandruck ( auch ich hatte die online Petition unterzeichnet...) kam es, wie es eigentlich nicht hätte kommen müssen:
Tada! Der Snyder- Cut ist da! HBO Max freute sich über das 4-Stunden-Epos, welches das sonst eher lahme Spielprogramm des Streaminganbieters aufpeppte. In Deutschland musste man dafür seine Seele an Sky verkaufen oder auf den Homerelease der Discversionen warten.
Ich tat letzteres und bestellte die BR- Disc Version vor. Doch sollte ich es wagen? Wäre der Kinoschnitt von Whedon dann nicht obsolet?
Doch es stellten sich noch andere Fragen: macht das quadratische Bildformat Anno 2021 überhaupt Sinn? Was soll die plötzliche episodenhafte Erzählweise? Und wen interessiert noch, wie alles im Snyderverse endet, wenn man bei Warner eh in andere Richtungen drängte?
Nach dem ersten Schauen, was Dank der Länge zwei Sitzungen brauchte, war ich dann etwas schlauer. So richtig wurde das Universum weder zu Ende gedacht und trotzdem wurden allen nachfolgenden DC- Filmen nicht widersprochen. Ganz im Gegenteil.
In 7 Episoden und einer deutlichen düsteren Farbkorrektur wurde die Reise der Justice League völlig neu erzählt. Dabei war es kein Extendet Cut oder Director's Cut, es war ein ganz anderer Film, der nur ganz selten auf Szenen zurückgriff, die bereits im Kino sichtbar waren. Und selbst bei jenen genannten Szenen war alles umfangreicher und anders. Es war das, was die Kinoversion eben nicht war: die Vision von Zack Snyder ganz ohne Einflussnahme des Studios.
In über 240 Minuten konnte sich der Regisseur mit dem Hang zur Überlänge richtig austoben. Und das tat er auch mit Genuss. Nachdrehs, überarbeitete Effekte und ein neuer Soundtrack machten klar, dass man hier Justice League 2.0 am Start hat.
Doch ist mehr gleich besser? In diesem Falle unbedingt. Klar dürfte sein, dass diese Version niemals in eine Kino gelangt wäre- zu sperrig, zu groß zu unhandlich. Alles wirkt wie eine aufgeblasene Webserie, die das Budget regelrecht im Kamin verfeuert hat. Doch es hat sich gelohnt. Die Fans dürften versöhnt sein. Ich zumindest, bin es.
Mittwoch, 24. Februar 2021
Moral Kompott der Film
Das wohl brutalste Spiel goes Kino. Naja, oder zumindest goes Film. Denn, ob man hierzulande in ein Kino darf, weiß ja nur der Gesundheitsminister. Doch zumindest darf uns ein Trailer darüber erfreuen, dass Mortal Kombat einen neuen Film spendiert bekommt. Zwar gab es anno 1995 bereits ein Kinoabenteuer mit einer Fortsetzung 1997, doch vermutlich sollte man das schnell verdrängen. Zumindest, was Teil 2 und sein Budget von 13,50 DM angeht, braucht man nicht drüber zu reden. Auf der Gamesconvention waren Mortal Kombat Fans besser verkleidet, als die Schauspieler des Films.
Jetzt endlich gibt es Bewegtbilder aus einem neuen Jahrtausend mit der Vermutung, dass hier jemand mal vernünftig Geld in die Hand genommen hat und sogar einen guten Kostümschneider aufgetrieben hat. Auch die Effekte, welche besonders bei Sub Zero und Scorpion abgefackelt werden, haben höchste Qualität.
Da kommt also ein ganz schönes Brett an Film auf uns zu. Oder etwa nicht?
Von der Story wird erst einmal nichts verraten. Vermutlich wird es aber um das Turnier um Leben und Tod gehen. Das dürfte für Kenner der Spiele ja nix Neues sein. Wer Protagonist Cole ist, dürfte da eher Fragen aufwerfen. Warum man eine unbekannte Figur zur Hauptperson erklärt, statt auf bekannte Fanlieblinge zu setzen, ist jedoch ein Rätsel.
Vielleicht ist es wie in einem Spiel, wo man sich seinen eigenen Kämpfer erstellen muss. Nur dann wäre er etwas spektakulärer geworden als jener Jüngling mit dem Drachenmal. Aber wie immer gilt mein Leidspruch: "Ein Urteil fälle ich erst nach dem Abspann..."
In diesem Sinne: "Fight!"
DC Fandome, die Convention fürs Wohnzimmer
Donnerstag, 6. August 2020
Marvels New Social Justice Warriors
Sonntag, 24. Mai 2020
Der gesnyderte Schnitt
Wir alle erinnern uns: nach dem Debakel mit der Justice League forderten die Fans reihenweise den Snyder Cut. Dafür hatte Regisseur Zack Snyder persönlich gesorgt und mit Posts und Kommentaren die Werbetrommel ordentlich gerührt. Offiziell hat Warner Bros. die fordernen Fans mit Aluhut- Trägern gleichgesetzt. Die Hoffnung auf einen gescheiten Cut blieb also eher ein Wunschtraum.
Warum auch? Das DC Universum kehrte sich ab von den düstern und melancholischen Bildern von Snyder und man legte mit Shazam! und nachfolgenden Filmen ( Joker mal ausgenommen) eine fröhlichere Farbgebung an den Tag.
Dann plötzlich die Wende: am 20.05.2020 startete Zack Snyder einen Stream im Netz, wo er mit einigen Fans den Film "Man of Steel" schaute. Bei einem Q and A Segment ließ er jedoch die Bombe platzen. " Wird es den Snyder Cut geben? ", wurde hier einmal mehr gefragt. Henry Cavill, Superman- Darsteller und Gaststar in diesem Live- Event mit dem Regisseur, lächelte schelmisch in die Kamera. Dann kam die Zustimmung. Streamingdienst HBO- Max bringt ihn nun endlich doch!
Doch vermutlich aber nicht so, wie wir es denken. Denn es wird kein Film, vielmehr eine Serie mit mehreren Episoden. Auch die Zeitspanne soll anscheinend über die geplanten 4 Stunden gehen. Es ist sogar von insgesamt 6 Stunden die Rede. Eine Serie? Ich bin überrsacht, dass nach der Verweigerung, einen Directors Cut zu veröffentlichen, jetzt scheinbar ein prächtiger Euter gefunden wurde, um die Kuh erneut zu melken. Für den Streamingdienst gleich mal eine Serie aus teils fertigem Filmmaterial zu machen. Aber was heißt das für die Vision von der Justice League? Ist es ein gutes Zeichen, jetzt sogar noch mehr Zeit von zusätzlichen 4 Stunden einzufügen? In mir brodelt da etwas die Angst, dass es sich um ein unschönes Verwässern der Originalgeschichte handelt.
Hat man damals aus "Der Hobbit" drei Filme aus einem Buch gepresst, so wirkt es jetzt noch heftiger, wenn WB eine Serie aus einem fertig geschnittenen Film destillieren will.
Was bedeutet das für die Qualität? Was bedeutet das für den Fortlauf des Filmuniversums der DC Helden? Ist das DCEU zurück? Oder steht der kommende Snyder Cut isoliert für sich?
Weiß das Studio was es mit dem Material machen soll?
Donnerstag, 9. Januar 2020
Verhext
Vom Roman zum Videospiel, zu Comics, zur Serie. Kein schlechter Wandel, den der Hexer Geralt da hinter sich hat. Ersonnen vom polnischen Autor Andrzej Sapkowski betrat der mürrische Hexer 1993 erstmals das Licht der Welt. Damals noch mit kleinen Kurzgeschichten, die dazu dienten, den Kosmos der Welt des Weißhaares auszubauen. Mit vielen Seitenhieben und Anspielungen auf Märchen und Mythen konnte die Buchreihe schnell seine Fans gewinnen.
Richtig spannend wurde es, als 2007 " The Witcher" dann als Videospiel der polnischen Entwickler von CD Project erschien. Die Spielewelt war begeistert vom Umfang und der Tiefe des Spieles. Kein Wunder, dass mit Teil 2 und besonders Teil 3 der Hype immer größer wurde. Hier wurden Entscheidungen des Protagonisten getroffen, die im weiteren Verlauf der Handlung große Auswirkungen haben konnten.
Nachdem Fantasy im Serienformat mit "Game of Thrones" gleichgesetzt wurde, diese Serie aber mit einer eher schwachen Endstaffel abschloss, freuten sich viele Fans nun auf "The Witcher" von Netflix. Der Streamingdienst dürfte sich die Hände reiben, ein solches Kaliber in seinen Reihen zu wissen.
Da ich die Spiele nur kurz angespielt habe und auch nur das erste Buch ( " Der letzte Wunsch") mit den Kurzgeschichten gelesen habe, ging ich recht unvoreingenommen an die neue Serie heran.
Mit Henry Cavill ( Man of Steel), in der Hauptrolle, war es dennoch nicht ganz einfach, den markanten weißhaarigen Hexer zu sehen. Stattdessen sah ich anfangs einen Superman mit Perücke und Cosplay. Wie schnell sich das jedoch bereits in der ersten Folge änderte, zeigt, welches Kaliber Cavill schauspielerisch sein kann. Dass der Mann mit Herzblut bei der Sache ist, merkt man in jeder Sekunde.Wortkarg und kantig gibt er den Geralt von Riva mit Bravur.
So gucken sich die 8 Folgen der ersten Staffel recht schnell hintereinander weg und bieten solide Fantasy mit wirklich tollen Figuren und Tiefsinn. Geralt ist ein mürrischer Kämpfer, der für Geld alles an Monstern erledigt, was sich ihm in den Weg stellt. Seine Vergangenheit gibt unzählige Rätsel auf. Ist er ein Mutant oder ein Monster wie jene, die er für Gold bekämpft? Welche Kräfte hat er? Was für Tränke hat er in seinem Repertoire?
Bereits am Anfang schließt sich ihm der fröhliche und oft verkannte Barde Rittersporn ( Joey Batey) an, der in Geralt die Inspiration für viele Lieder und Geschichten sieht. Bereits der erste neue Song " Toss a Coin to your Witcher" ist ein Ohrwurm in der Serie, den ich stundenlang rauf und runter hören könnte.
Die Frohnatur und der Grübler sind natürlich ein ungleiches Gespann, dass sich oft gegenseitig auf die Nerven geht. Der Quell jedes guten Witzes. Wenn Rittersporn die Laute erklingen lässt und Geralt nur mies gelaunt knurrt, kann man sich ein Schmunzeln nicht verkneifen.
Ebenso wenig darf Zauberin Yennefer ( Anya Chalotra) fehlen, die untrennbar mit dem Hexer verbunden scheint. Ihr Wandel von der buckligen Schweinemagd zur großen Magierin ist ein wichtiger Bestandteil der Geschichte. Immer wieder kreuzen sich die Wege der Beiden und man spürt die Anziehung von Magierin und Hexer in jeder Sekunde.
Erotik darf ebenso wenig in dieser Serie fehlen, wie brutale Gewalt. Ganz nach der Tradition der Konkurrenz, wird hier neben nacktem Menschenfleisch auch gern viel Blut vergossen.
Zwar bleiben die ganz großen epischen Schlachten und riesige Drachen noch aus- auch wenn schon ein Drache seinen Auftritt hat- doch wenn man bedenkt, wie viel in Sapkowskis Romanen noch steckt, kann man sich auf viele Abenteuer, Schlachten, Intrigen, Lieder und Monster freuen.
Die zweite Staffel hat sich Netflix bereits bestellt und auch ich warte schon ungeduldig, wie es nach dem Finale der ersten Staffel endlich mit Geralt von Riva weitergeht.
Dann muss ich mir eben das Warten mit den neu aufgelegten Romanen und dem dritten Teil der Witcher- Spiele " Wild Hunt" vertreiben. Aber es gibt bestimmt schlimmeres...






