Marvel ist auf der göttlichen Mission uns nicht nur im Kino mit ihrem komplexen Universum zu erfreuen, sondern auch im TV geht die Jagd auf böse Jungs und Mädchen weiter. Spätestens seit Daredevil ist auch Netflix eine gute Adresse für Freunde der etwas düsteren Comicadaptionen. Immerhin schreitet der Teufel von Hells Kitchen nicht gerade kinderfreundlich zur Tat und hinterlässt gerne ein paar blutige Leichen.
Mit Jessica Jones geht Netflix nun eine Stufe weiter und etabliert in 13 Folgen die Abenteuer der etwas rauflustigen, trinkfesten und schnippischen Privatdetektivin. Krysten Ritter fällt dabei als erstes ins Auge. Immerhin handelt es sich bei ihr nicht gerade um die typische Hollywood- Schönheit. Vielmehr hat sie ihre Ecken und Kanten, was für diese Rolle nicht gerade unwichtig ist. Von Genervtheit, Zorn, Langeweile und Frust reicht ihr Mimik- Repertoire in jeder Situation bestens aus. Wenn es um Action geht, weiß die Serie ebenso zu überzeugen, wie im Tiefgang der Figuren. Gut und Böse haben immer mehr Seiten.
So helfen Freunde beim Verstecken einer Leiche und Bösewicht Kilgrave ( David Tennant) ist ein ängstlicher Junge auf der Suche nach Liebe. So leicht wird man also an dieser Serie nicht mit Schwarz- Weiß-Denken herankommen.
Die Handlung ist recht einfach und spannend gestrickt. Jessica Jones, eine eher umstrittene Schnüfflerin, spitzelt Ehemännern hinterher, die ihre Frauen betrügen. Doch ihr üblicher Alltag kehrt sich ins Negative, als Kilgrave wieder in ihr Leben tritt. Mit der Fähigkeit, anderen Menschen seinen Willen aufzuzwingen, hatte er es geschafft, die feiste Schwarzhaarige Kämpferin an die Leine zu legen. So musste sie des öfteren die Drecksarbeit für den smarten Englishman erledigen und hat deshalb auch einiges an Blut an ihren Fingern.
Im Glauben, dem ehemaligen Peiniger entgangen zu sein, ist die Panik um so größer, als der vermeintliche Tote sich wieder in ihr Leben zwingt.
Doch Kilgrave, gespielt von Dr. Who Darsteller David Tennant, ist mehr, als nur ein machthungriger Mann. Er will, dass Jessica ihn liebt. Und jeder Mann in ihrem Leben läuft nun Gefahr, Opfer des eifersüchtigen Irren zu werden, der selbst eine ganze Poilzeistation in seine Gewalt bringen kann.
Nur ist Jessica nicht ganz auf sich allein gestellt. Luke Cage, ein unkaputtbarer Barkeeper, steht ihr bald zur Seite und hilft der Dame in Unnöten schlagkräftig aus. Denn Jessica ist mit ihren Kräften nicht ganz wehrlos. Wer Autos anheben kann, Türen aus den Angeln reißt und Menschen wie Marionetten wirft, der braucht vermutlich weniger Hilfe als andere.
So geht in Jessica Jones einiges zu Bruch und fast jeder Charakter dieser Serie zeigt mindestens einmal seine düstere Seite. Kein Wunder also, dass man es vor lauter Spannung kaum erwarten kann, wie das Abenteuer ausgeht. Zwar gibt es hier und dar kleine Logiklücken, aber die Geschichte ist äußerst unterhaltsam präsentiert, sodass man- wie bei Netflix üblich- schnell alle Episoden wie Kartoffelchips in sich gesogen hat.
Da bin ich gespannt, wann es bald weitergeht und ob wir demnächst auch ein Crossover mit dem roten Teufel von Hells Kitchen haben werden.
Alles rund ums Thema mit der Sprechblase. Von Heftchen, Alben, bis zu den zahlreichen Filmen, Serien und Spielen- eben was so anfällt...
Titelbild
Sonntag, 3. April 2016
Dienstag, 8. März 2016
Mein Name ist Bond, James Bond.
Mit Daniel Graig ( Layer Cake) hatte es das, seit Casino Royal rebootete Filmfranchise nicht leicht. Er sei zu kalt, zu brutal und anderen Filmen, wie die Bourne Identität ( Matt Damon) oder Mission Impossible ( Tom Cruise) zu ähnlich. Die Gimmicks würden ebenso fehlen, wie der smarte Erfinder Q oder die naive Sekretärin Moneypenny. Die kleinen Details, auf die sich Bond Fans seit Dr. No freuten, fehlten in der düsteren Neuinterpretation, der zu allem Überfluss auch noch der Titelsong mit Namensgleichheit zum Filmtitel fehlt. So etwas verzeihen die eingefleischten Fans ebenso wenig, wie die blonde Haarpracht des Protagonisten. Es geht hier schließlich um den guten Ruf des MI6!
Wie gesagt, brachte Skyfall dann die Kritiker endgültig zum verstummen und versöhnte mit Gimmicks, Q und Moneypenny in neuem, zeitgemäßen Gewand. Der alte Bond war zurück und das in seiner besten Form. Klar, dass der Regisseur förmlich angefleht wurde, es ein weiteres Mal zu vollbringen und den charismatischen Agenten einmal mehr zurück zu alter Größe zu verhelfen. Hat Spectre denn auch alle Zutaten beisammen?
Frauen, die nur dann auftauchen, um mit James Bond zu schlafen? Doppel- Check!
Uhren mit Zeitzünder? Check!
Schnelle Autos mit eingebauter Verteidigung? Check!
Grimmiger Handlanger, der wortlos mit Bond kämpft? Check!
Geheime Basis am Ende der Welt? Check!
Handlung, die auf mindestens drei Kontinenten spielt? Check!
Und zu guter Letzt ein Bösewicht, der Bond alles über seine Weltherrschaftspläne erzählt, bevor er ihn foltert? Check!
Allein die Eröffnungssequenz in Mexiko City zeigt eindrucksvoll, wie viel Liebe fürs Detail verwendet wurde. Die Menschenmassen, die zum Tag der Toten durch die Straßen ziehen, sind mit ihrem Outfits ein echter
Hingucker und mitten unter ihnen taucht Bond in passender Maskerade auf. Allein nur für den obligatorischen Filmprolog wurde ein ganzes Gebäude plattgemacht. Es geht also schon gut los. Dann fährt Bond nach Rom, um eine Witwe zu trösten, nur um dann wenig später mitten in die Reihen von Spectre zu stolpern. Erster Auftritt Christoph Waltz ( Django) und Dave Bautista ( Guardians of the Galaxy). Es folgt die übliche Autoverfolgung mit allerlei Blechschaden und dem ersten zerlegten Luxusvehikel.
Und während James von Land zu Land jettet, um die Spur seines Rivalen aufzunehmen, muss sich MI6 vor der Umstrukturierung retten, bevor es bald schon keine Doppelnullagenten mehr gibt.
Wir erfahren, dass Spectre hinter allen Bösewichten der Vergangenheit steht. Quasi wird hier die Handlung von Casino Royal bis Skyfall miteinander verknüpft. Kein schlechter Schachzug. Damit sind die Daniel Craig Bondfilme ein Unikat. Noch nie zuvor wurde in den Filmen eines Bonddarstellers eine direkte Fortsetzung gedreht. Bond schien ein schlechtes Gedächtnis zu haben, konnte er sich doch nie an sein vorheriges Abenteuer erinnern. So rundet Spectre die Reihe mit Daniel Craig unglaublich geschickt ab und liefert genau das, was man von einem guten Bondfilm erwartet. Jede Menge Action und ein cooler Held, der trotz Folter mit Bohrern im Kopf perfekt auf Bösewichte schießen kann, ohne auch nur die kleinsten Nachwirkungen zu haben.
Warum also so mancher Zuschauer den Film enttäuschend fand, kann ich weniger nachvollziehen und auch die kleinen Brotkrumen aus den vorherigen Filmen empfand ich mehr als bereichernd, anstatt sie als störend zu bemängeln. Aber das ist eben Geschmackssache.
Ob sich Daniel Craig ein fünftes Mal in den Smoking des adretten Agenten wirft, bleibt fraglich. Immerhin hatte der irische Mime in einem Interview verlauten lassen, sich eher die Pulsadern aufzutrennen, als ein weiteres Mal Bond zu spielen. Zu hoffen wäre eine erneute Beteiligung allemal, da auch Christoph Waltz zurückkehren möchte, wenn Bond blond bleibt. Ich kreuze schon mal die Finger...
Mittwoch, 17. Februar 2016
Captain Deadpool!
Wer die letzten Monate nicht hinter einem Stein gelebt oder auf einer Farm der Amish- People verbracht hat, wird die konsequent gute Marketing- Kampagne von 20th Century Fox und ihrem Söldner in Rot mitbekommen haben. Derart lustig und kreativ wurde der Film beworben, dass bereits vor Filmstart die Karten wie geschnitten Brot über die Theke gingen. Doch kann der Film halten, was unzählige Teaser, Trailer und Clips versprechen? Ist die Welt bereit für Deadpool V2? Denn immerhin floppte Ryan Reynolds Darstellung des Söldners mit der großen Klappe bei der Wolverine Verfilmung anno 2009. Da sah es anfangs vielversprechend aus, bis Deadpool mit zugenähtem Mund und planlosen Kräften alles war, nur eben nicht Deadpool.
Mit der neuen Verfilmung von Tim Miller soll alles anders werden. Die Zielgruppe wurde als rated R ausgemacht und bekommt mit Gewalt und Sex genau das geboten, was man aus den Comics kennt.
Doch Miller hat noch nie einen Kinofilm gemacht. Sollte das ein Problem sein? Ach iwo!
Gleich in der Eröffnungsszene bekommen wir vor Augen geführt, wie es auszusehen hat, wenn Wade Wilson die Show übernimmt und mit Wahnsinn, pubertärem Humor und Dauererektion die Witze aus der Spaßkanone feuert. Alles ist übertriebener Slapstick ohne sich auch nur annähernd ernst zu nehmen oder den Mustern klassischer Comicverfilmungen zu folgen. Das ist gut. Das ist erfrischend. Das ist Deadpool!
Zwar wurden in den Trailern bereits die meisten und besten Gags verpulvert, doch bleibt noch genug Unterhaltungswert übrig, um den Kinogänger nicht zu enttäuschen.
Zur Handlung ist größtenteils nicht viel zu sagen: Wade Wilson hat Krebs. Der charmante Söldner mit der tollsten Verlobten der Welt, sieht nur noch einen Ausweg. Er verpflichtet sich einem geheimen Forschungsprojekt, dass ihn zum Superhelden macht, ihm Heilkräfte schenkt und somit seinen Krebs besiegt. Leider kommt die Wunderkur nicht ohne Nebenwirkungen. Nach Folter und genetischer
Experimentierfreude mutiert der attraktive Bursche zum Nachfolger von Freddy Krueger. Derart unfickbar traut sich Wade nicht mehr, seiner Freundin unter die Augen. Doch Schurke Ajax oder Francis?!( Ed Skrein) ist mit dem Söldner noch nicht fertig. Um ihn endgültig zu brechen, macht sich der Finsterling an Verlobte Vanessa ( Morena Baccarin) heran, um sie Superschurken- typisch als Köder zu verwenden. Mit Hilfe der X-Men Colossus und Negasonic Teenage Warhead ( klingt nach einer Punkband) räumt der Söldner mit der großen Klappe am Ende gründlich auf.
Die Geschichte ist natürlich nicht neu und wurde bereits hunderte Male erzählt. Doch wie sagte einst mein Theaterprofessor? " Es kommt nicht auf das 'Was' sondern das 'Wie' an. Und so ist Deadpool von Minute 1 an stets unterhaltsam, kurzweilig und witzig bis zum Abspann. Ein starker Start ins Comicfilmjahr 2016. Bleibt nur die Hoffnung, das Suicide Squat ebenfalls derart punkten kann...
Mittwoch, 6. Januar 2016
Ein großartiges Jahr!
2016- Das Jahr der Comicverfilmungen!
Was konnten wir uns auf Silvester freuen, denn jeder Comicfan weiß, was im neuen Jahr auf uns zukommt. Eine ganze Batterie an Comicverfilmungen wartet nur darauf, uns das Kinogeld aus der Tasche zu ziehen. Und wie heißt es so schön? " Shut up and take my money." Wer sich also in diesem Jahr als guten Vorsatz häufigere Kinobesuche vorgenommen hat, wird so einige Zeit vor der Leinwand verbringen.
Deadpool:
Am 11. Februar beginnt es mit dem Söldner mit der großen Klappe. Ryan Reynolds versucht in diesem Stand- alone- Titel wieder gut zu machen, was er im ersten Wolverine Film fast zerstörte. Immerhin wurde dort der Mund des vorlauten Killers zugenäht. Wer kam den bitte auf sowas? Nach dem geleakten Trailer im Internet gab es für die Fans kein Halten mehr. Der Film verspricht lustig, brutal und durchgeknallt zu werden. Lassen wir uns überraschen!
Batman vs. Superman- Dawn of Justice:
Der 24. März steht ganz im Zeichen der Fledermaus. Endlich treffen Batman und Superman aufeinander. Das erste Crossover im DC Universum startet endlich die erste Phase der Avengers- äh, ich meine der Justice League! Hatten die Hater am Anfang einen starken Groll gegen den neuen Batman Ben Affleck, so verstummten diese gleich nach dem ersten Teaser. Und für alle, denen zwei DC Helden nicht reichen, kommen auch Wonder Woman und Aquaman ebenfalls zum Einsatz.
Wenn der Film ein Erfolg wird, legt DC endlich den Grundstein für die kommenden Filme.
Captain America- Civil War:
Auch wenn es im Deutschen wieder so schön griffig "Captain America the first Avenger: Civil War" heißt, so bleibt es für mich schlicht "Civil War". Wenn man dem Trailer glaubt, so wird die Handlung nach Winter Soldier sinnvoll weitergestrickt. Und was für ein Aufgebot an Helden erwartet uns am 5. Mai! Spiderman und Black Panther geben sich erstmals die Ehre, Ironman, Black Widow, War Mashine, Falcon und Wintersoldat mischen ebenfalls kräftig mit. Zwar keinesfalls so hochkarätig wie die Comicvorlage aber dennoch ein inoffizieller dritter Avengers- Film.
X-Men Apocalypse:
Auch für Marvels beliebte Mutanten geht es am 27. Mai in die nächste Runde. Diesmal ist der größte Gegner bereit, die Menscheit zu unterwerfen: Apocalypse. Er ist der erste aller Mutanten und der mächtigste. Eine jüngere Generation von X-Men machen sich bereit, die Menschheit vor der Vernichtung zu schützen.
Mit den jüngeren Versionen von Jean, Cyclops, Nightcrawler und Storm werden die Reihen der Mutanten- Highschool neu aufgefüllt. Erstmals ist auch Psylocke zu sehen. Man darf gespannt sein...
Suicide Squad:
Nach einer kurzen Pause geht es endlich mit den Schurken weiter. Immerhin kommen sie ja bisher zu kurz. Gut, dass am 5. August die Bösewichte des Batman Universums das Sagen haben. Mit Deadshot, Killer Croc, Harley Quinn und dem Joker wird es brutal und abgedreht. Ob sich Batman erneut zeigt? Vor allem auf Jared Letos Neuinterpretation des Clown Prince of Crime bin ich gespannt. Denn nach Heath Ledgers Darstellung ist die Messlatte unglaublich hoch angesetzt.
Teenage Mutant Ninja Turtles 2: Out of the shadows
Dem ersten Trailer nach zu urteilen, hat Michael Bay tatsächlich auf Kritiken gehört! Der Footclan sieht endlich wie ein Ninja- Clan aus, Shredder ist endlich ein charismatischer Japaner, Casey Jones gibt sich die Ehre und Beebop und Rocksteady haben endlich, endlich, motherfucking- endlich ihren Kinoauftritt, auf den ich seit meinem 14. Lebensjahr warte!
Ich gebe es zu: ich will DIESEN Film unbedingt sehen!
Doctor Strange:
Wer hätte gedacht, dass diese Comicfigur sich überhaupt so einfach verfilmen lässt? Hat doch der gute Doctor den Draht in die Welt der Magie. Am 4. November können wir uns ein genaueres Bild davon machen, wie sich Benedict Cumberbatch mit den Bedrohungen des Limbus vergnügt. Ob das MCU auf so eine Portion Magie und Zauberei vorbereitet ist? Zwar gibt es bis auf ein paar Setfotos noch keine bewegenden Details, aber das wird sich sicher in den kommenden Monaten schnell ändern.
So geht dann auch das Kinojahr 2016 zu Ende. Selten gab es so viele Helden und Schurken auf einen Haufen zu bewundern.
Und was ist euer Favorit? Seht ihr euch auch alle Filme an? Habe ich einen wichtigen Film vergessen? Dann Einfach eure Meinungen dazu in die Kommentare. Ich spare schon einmal für die kommenden Kinokarten!
Was konnten wir uns auf Silvester freuen, denn jeder Comicfan weiß, was im neuen Jahr auf uns zukommt. Eine ganze Batterie an Comicverfilmungen wartet nur darauf, uns das Kinogeld aus der Tasche zu ziehen. Und wie heißt es so schön? " Shut up and take my money." Wer sich also in diesem Jahr als guten Vorsatz häufigere Kinobesuche vorgenommen hat, wird so einige Zeit vor der Leinwand verbringen.
Deadpool:
Am 11. Februar beginnt es mit dem Söldner mit der großen Klappe. Ryan Reynolds versucht in diesem Stand- alone- Titel wieder gut zu machen, was er im ersten Wolverine Film fast zerstörte. Immerhin wurde dort der Mund des vorlauten Killers zugenäht. Wer kam den bitte auf sowas? Nach dem geleakten Trailer im Internet gab es für die Fans kein Halten mehr. Der Film verspricht lustig, brutal und durchgeknallt zu werden. Lassen wir uns überraschen!
Batman vs. Superman- Dawn of Justice:
Der 24. März steht ganz im Zeichen der Fledermaus. Endlich treffen Batman und Superman aufeinander. Das erste Crossover im DC Universum startet endlich die erste Phase der Avengers- äh, ich meine der Justice League! Hatten die Hater am Anfang einen starken Groll gegen den neuen Batman Ben Affleck, so verstummten diese gleich nach dem ersten Teaser. Und für alle, denen zwei DC Helden nicht reichen, kommen auch Wonder Woman und Aquaman ebenfalls zum Einsatz.
Wenn der Film ein Erfolg wird, legt DC endlich den Grundstein für die kommenden Filme.
Captain America- Civil War:
Auch wenn es im Deutschen wieder so schön griffig "Captain America the first Avenger: Civil War" heißt, so bleibt es für mich schlicht "Civil War". Wenn man dem Trailer glaubt, so wird die Handlung nach Winter Soldier sinnvoll weitergestrickt. Und was für ein Aufgebot an Helden erwartet uns am 5. Mai! Spiderman und Black Panther geben sich erstmals die Ehre, Ironman, Black Widow, War Mashine, Falcon und Wintersoldat mischen ebenfalls kräftig mit. Zwar keinesfalls so hochkarätig wie die Comicvorlage aber dennoch ein inoffizieller dritter Avengers- Film.
X-Men Apocalypse:
Auch für Marvels beliebte Mutanten geht es am 27. Mai in die nächste Runde. Diesmal ist der größte Gegner bereit, die Menscheit zu unterwerfen: Apocalypse. Er ist der erste aller Mutanten und der mächtigste. Eine jüngere Generation von X-Men machen sich bereit, die Menschheit vor der Vernichtung zu schützen.
Mit den jüngeren Versionen von Jean, Cyclops, Nightcrawler und Storm werden die Reihen der Mutanten- Highschool neu aufgefüllt. Erstmals ist auch Psylocke zu sehen. Man darf gespannt sein...
Suicide Squad:
Nach einer kurzen Pause geht es endlich mit den Schurken weiter. Immerhin kommen sie ja bisher zu kurz. Gut, dass am 5. August die Bösewichte des Batman Universums das Sagen haben. Mit Deadshot, Killer Croc, Harley Quinn und dem Joker wird es brutal und abgedreht. Ob sich Batman erneut zeigt? Vor allem auf Jared Letos Neuinterpretation des Clown Prince of Crime bin ich gespannt. Denn nach Heath Ledgers Darstellung ist die Messlatte unglaublich hoch angesetzt.
Teenage Mutant Ninja Turtles 2: Out of the shadows
Dem ersten Trailer nach zu urteilen, hat Michael Bay tatsächlich auf Kritiken gehört! Der Footclan sieht endlich wie ein Ninja- Clan aus, Shredder ist endlich ein charismatischer Japaner, Casey Jones gibt sich die Ehre und Beebop und Rocksteady haben endlich, endlich, motherfucking- endlich ihren Kinoauftritt, auf den ich seit meinem 14. Lebensjahr warte!
Ich gebe es zu: ich will DIESEN Film unbedingt sehen!
Doctor Strange:
Wer hätte gedacht, dass diese Comicfigur sich überhaupt so einfach verfilmen lässt? Hat doch der gute Doctor den Draht in die Welt der Magie. Am 4. November können wir uns ein genaueres Bild davon machen, wie sich Benedict Cumberbatch mit den Bedrohungen des Limbus vergnügt. Ob das MCU auf so eine Portion Magie und Zauberei vorbereitet ist? Zwar gibt es bis auf ein paar Setfotos noch keine bewegenden Details, aber das wird sich sicher in den kommenden Monaten schnell ändern.
So geht dann auch das Kinojahr 2016 zu Ende. Selten gab es so viele Helden und Schurken auf einen Haufen zu bewundern.
Und was ist euer Favorit? Seht ihr euch auch alle Filme an? Habe ich einen wichtigen Film vergessen? Dann Einfach eure Meinungen dazu in die Kommentare. Ich spare schon einmal für die kommenden Kinokarten!
Sonntag, 20. Dezember 2015
Star Wars- Die Macht hat es noch immer drauf!
Es ist wahrscheinlich zum Augenrollen, dass auch ich mich mit einem Review zu Star Wars Episode VII bemühe, als sei ich der Erste, der das tut. Doch angesichts des übermäßigen Hypes, der bereits seit über einem Jahr die Runde macht, ist es um so schöner, endlich etwas sagen zu können. Gestern war es für mich nun auch soweit und ich durfte im Kino bewundern, was J.J. Abrams aus der Trickkiste hervorholt, nachdem es George Lucas mit seinen CGI Effekten maßlos übertrieb. Würde es der Regisseur schaffen, den alten Staub und das alte Gefühl der klassischen Film- Trilogie aufkommen zu lassen? Oder gäbe es nur eine neue Parallelwelt mit einem Reboot, wie zuletzt in Star Trek?
Die Vorabkritiken ließen ja nicht gutes erahnen. Hatte sich doch so mancher Schreiberling derart geäußert, dass es zu viele Anspielungen und Hommages an die vergangen Teile gäbe. Als müsste jeder ehemalige Star Wars Star noch einmal für einen Gehaltsscheck als kleiner Cameo auftauchen. Gott sei Dank ist es dann nicht so gewesen. Leia und Han passen perfekt in die Geschichte und machen der Riege an neuen Charakteren Platz um selbst ihre Geschichte zu erzählen. Allen voran Rey und Finn. Die Tochter des Sandes und der Überläufer der Sturmtruppen. Nicht zu vergessen, der sehr verspielte Android BB-8, der versucht, noch niedlicher als R2D2 zu sein- ähnlich einem Hundebaby, dass versucht deinen ausgewachsenen Schäferhund zu verdrängen, der nicht mehr so niedlich ist wie früher.
Lediglich Poe Dameron ( Oscar Isaac) geht etwas unter, da er die meiste Zeit gefangen ist oder allein in seinem Flieger sitzt. Doch vielleicht wird seine Person noch etwas besser in den nächsten Teilen aufgebaut.
Rey (Daisy Ridley) und Finn ( John Boyega) haben die meiste Zeit der Handlung zu tun und überzeugen auch neben dem alten Haudegen Han Solo ( Harrison Ford). Gab es anfangs noch viele Aufschreie, dass ein Sturmtruppler schwarz ist, so müssten die meisten Zuschauer angesichts der guten Schauspielarbeit Boyegas ruhig gestimmt sein. Warum sollte ein Sturmtruppler nicht schwarz sein? Das sind die Sturmtruppen, nicht der Ku Klux Klan. Um so erleichternder, dass sich so mancher Sexist nicht darüber beklagt hat, dass jetzt eine junge Frau die Titelheldin wird. Haben wir uns als Kinder immer darum gestritten, wer Luke und wer Darth Vader auf dem Spielplatz sein darf, wenn wir uns mit Stöcken und Laserschwertgeräuschen duelliert haben, so müssen die Jungs von heute wohl doch die Mädchen mitspielen lassen.
So gibt es viel neues, einiges Altbewährtes und mehr handfeste Effekte seit Epidose I. Endlich sind wieder Menschen in Kostümen zu sehen, auch wenn ein zwei Figuren wieder aus dem Computer stammen. Aber das ist in Maßen auch kein Problem, wie uns Herr der Ringe schon bewiesen hat.
Leider fühlt sich Episode VII- "Das Erwachen der Macht" zu sehr nach dem ersten Teil einer Trilogie an. ES werden Handlungsstränge gewoben, die nicht geklärt werden. Es gibt einen Cliffhanger am Ende und man hat das Gefühl, einen Prolog gesehen oder eine Demo angespielt zu haben. Ein eigenständiger Film hätte anders gewirkt. Auch die Tatsache, dass eine Art Todesstern durch kleine Jäger zerstört werden muss, kommt uns erneut bekannt vor, haben wir dies bereits in Episode I, IV und VI bereits gesehen. Hier hätte man sich ruhig etwas anderes einfallen lassen können. Immerhin wage ich zu bezweifeln, dass das Imperium oder First Order, wie sie jetzt heißen, jedes mal den gleichen Fehler begehen und eine verwundbare Stelle in ihre Technik einbauen, damit die Rebellen eine faire Chance bekommen.
Wer über diese kleinen Makel hinwegsieht und endlich wieder einen Sternenkrieg à la 2015 bewundern möchte, sollte unbedingt ins Kino gehen. Dieser Film wird eine neue Generation Star Wars Fans prägen, wie einst Episode IV es mit mir gemacht hat. Möge die Macht mit euch sein!
Mittwoch, 9. Dezember 2015
Batman vs. Superman der Trailer
Falls Nerdboys und Girls angesichts der Star Wars Trailer noch atmen können, bleibt ihnen vielleicht bei der neusten Präsentation aus dem Hause DC die Luft endgültig weg. Nach dem Teaser flatterte ja nun seit einiger Zeit der Batman vs. Superman Trailer über den Bildschirm und verspricht, was Man of Steel bereits nicht halten konnte. Ob es diesmal klappt, mit dem Start des DCCU ( DC Cinematic Universe), werden wir wohl erst 2016 erfahren, dem Jahr der neusten Comicadaptionen.
Bereits mit dem coolen Outfit Batmans, dass alle Ben Affleck Hasser zum Schweigen brachte, wurde klar, in welche Richtung es mit dem ersten echten Sequel der neuen DC Filme weitergeht. Die Nähe zu Frank Millers "The Dark Knight Returns" wird hier mehr als deutlich, wenn Batman den Anti- Superman- Ironman- Gedenk- Anzug trägt und grimmig mit dem Stimmverzerrgerät ins Kinomikrofon nuschelt. Immerhin hat der selbsternannte dunkle Rächer Gothams einen Grund, dem Strahlemann Kryptons zu misstrauen, hat dieser doch bei seinem ersten Kampfeinsatz ganz Metropolis in Schutt und Asche gelegt.
So treffen beide bald aufeinander und auch Lex Luthor darf lustig labernd mitmischen, erinnert aber eher an einen Schauspieler namens Jesse Eisenberg, denn an einen glatzköpfigen Schurken aus dem Supermancomics.
In einer, vermutlich zu früh gespoilerten Szene, darf man dann noch Doomsday begutachten, der prompt von Wonder Woman herself aufgehalten wird. Schade drum, denn es wäre im Kino sicher eine große Überraschung gewesen, zu sehen, wie die Amazone den Flattermann in letzter Sekunde rettet. Aber mittlerweile haben die Cutter von Filmtrailern, einfach zu großen Spaß daran, die besten Szenen inklusive der Plot Twists freigiebig ins Netz zu stellen, wie zuletzt bei Terminator " Genesys" geschehen. Was sogar den Filmschaffenden deutlich zu weit ging und die Macher des Trailers verklagt wurden.
Ob der Auftakt zur Justice League nicht etwas zu überladen sein dürfte, angesichts vieler angekündigter Helden, darf man dann erst im Kino sehen. Im Vergleich zum "Civil War" Trailer von Captain America 3, hat der Batman vs. Superman allerdings deutlich die Nase vorn. Wer dann an den Kinokassen für den größeren Erfolg sorgt, bleibt noch abzuwarten!
Montag, 2. November 2015
Iron Thor Man
Kommt eine neue Comicreihe auf den Markt, verhält es sich bei mir so: Nach 3 Heften wird entschieden, ob die Serie weitergelesen wird oder nicht.
Nach dieser limitierten Anzahl an Ausgaben weiß man, woran man ist. So habe ich Superman; Wolverine/ Deadpool und Ironman / Hulk aussortiert. Erstens: kann man aus Geldgründen nicht immer alles lesen, Zweitens: kann einen nicht jede Story fesseln, ob man den Charakter nun mag oder nicht.
Jetzt taucht mit Ironman / Thor das neue Marvel- Duo auf, nachdem man den grünen Wutbürger in ein eigenes Paperback verfrachtet hat.
Mit Tony und Thor hat man nun die beiden big Player aus den Avengers in ihr Gegenteil verkehrt. Ironman ist unter die Schurken gegangen und Thor ist der Frauenquote erlegen.
Doch hat die Serie in seinen 3 Ausgaben überzeugt?
Ironman:
Tony Stark ist nach den Ereignissen von AXIS nicht mehr der selbe. Gut, arrogant und egozentrisch ist der Freizeitsoziopath noch immer, aber etwas stimmt nicht. Mit einer weißen Symbionten-Nanotech- Kartoffel- Rüstung treibt er nun sein Unwesen. Er entwickelt die Extremis- App für's Handy und macht jeden User mittels Nanotech zu einem verbesserten Menschen. Doch dieser Service ist nur das erste Mal gratis.Wenn die Wirkung abklingt und alle Amerikaner wieder die alten Hackfressen sind, kommt die Paywall.
Wer weiterhin schön sein will, muss 99,99 Dollar bezahlen. Ein stolzer Preis für einen weiteren Tag Perfektion. Pepper findet diese Art von Geschäftsmodell nicht wirklich lustig und auch Dare Devil kann nicht darüber hinwegsehen ( was ein tolles Wortspiel!), was Tony da treibt.
Als der blinde Anwalt aus Hells Kitchen im Stark Tower aufkreuzt, wird er achtkantig vom Balkon gestoßen. Tony geht noch einen Schritt weiter und gibt Matt Murdoch das Augenlicht zurück. Ein weiterer Effekt der Extremis- Nanobots. Doch Dare Devil ist nicht käuflich. Lieber wird er wieder blind, als nach Tonys Pfeife zu tanzen.
Zu allem Überfluss taucht auch noch Teen- Abomination auf, ein mutiertes Gör mit Superkräften. Der will auch die Hilfe von Tony um wieder ein normaler Junge zu werden. Ob Ironman da mitmacht? Und wer ist dieser zweite Ironman in der Retro Rüstung, der mit Pepper den Aufstand gegen Tony Stark plant?
Thor:
Nachdem in Original Sin Nick Fury etwas ins Ohr des Donnergotts nuschelte, ist Mjölnir verloren. Unser gold gelockter Recke hat nämlich die Lizenz zum Hammerschwingen eingebüßt. Doch ist Thor minus Hammer überhaupt noch Thor? Die Asen versammeln sich auf dem Mond und selbst Allvater Odin versucht den gestrandeten Kriegshammer zu bergen- vergebens.
Für Malekith und die Eisriesen der perfekte Zeitpunkt, Midgart unsicher zu machen. Weil ein
skrupelloser Konzern an den Kopf des Eisriesenkönigs geraten ist, macht sich die Menscheit einmal mehr zum Ziel von bösen Mächten. So zertrampeln die blauen Giganten bald alles und jeden, bis sich ihnen der hammerlose Thor entgegenstellt. Doch ohne mächtigen Prügel unterliegt der nordische Gott schnell und verliert seinen linken Arm.
Währenddessen schnappt sich eine feingliedrige Frauenhand den Hammer, der noch immer auf der Mondoberfläche schlummert und heraus kommt: Thor! In weiblich eben und mit Maske. Es soll wohl ein Geheimnis bleiben, wer hier den Hammer künftig schwingt.
Nach zahlreicher Prügel zwischen Thora, Thorine, Thorella- wie auch immer- und den Eisriesen wird auch Dunkelelf Malekith neugierig auf Marvels Neuzugang.
Doch bevor sich beide duellieren, taucht ein wütender Thor mit Armprothese auf und will seinen Hammer zurück!
Fazit:
Gleich eines vorweg: Ich finde Ironman langweilig. Ja, ich habe es gesagt. Allerdings passiert in den drei Heften nicht wirklich etwas. Alles liest sich viel zu schnell und Spannung baut sich keine auf. Besonders schade ist aber die fehlende Motivation von Tony. Warum hat er die Extremis-App unter die Leute gebracht? Für Geld? Tony ist reich genug und hat sicher viel gemeinere Motive, oder? Hier gab es bisher noch nicht einmal einen kleinen Wink, warum Ironman alle zu Abhängigen werden lässt.Hier hat die Thor Serie eindeutig die Nase vorn. Prügeleien mit Haus- hohen Eisriesen, Malakiths Joker- Impressionen ( bitte achtet mal auf Mimik und Gestik dieses Typen), während er sich den abgetrennten Arm von Thor über die Schulter gelegt hat.
Hier kommt Spannung auf, wenn man sich fragt, wer diese Frau ist. Als Mjölnir auf der anderen Seite der Sicherheitstür ausgesperrt wird und die Thordame gegen die Riesen ran muss, kaut man bereits auf den unmanikürten Nägeln. Auch das kommende Heft 4 würde mich nur deshalb interessieren, weil ich wissen will, was Thor mit Girlthor macht. Das ist Spannung und macht das Heft lesenswert.
Also Panini! Wenn ihr mehr Hefte verkaufen wollt, benennt es in Thor/ Ironman um. Denn bisher haben es nur Asgarts Recken geschafft, mich zu überzeugen. Und ein halbes Heft ist nicht den vollen Preis wert.
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