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Dienstag, 18. März 2014

Die Buchmesse- Tage danach



Jedes Jahr, pünktlich zum Geburtstag ist sie da: Die Buchmesse. Und was haben sie gebastelt, die Messechefs! Mit Befragungen, neuen Ideen und neuen Konzepten wollte man endlich neues Leben einhauchen in eine Messe, die es wahrlich verdient hat. Wurde der Mangabereich vor Jahren noch in spärlich beleuchtete Randgebiete gedrängt und seine kostümierten Cosplayer eher müde belächelt, hat man nun eine eigene Messe in der Buchmesse für sie bereitet. Gar nicht schlecht! Doch hat es sich auch geloht, nun auch zwei Messen auf einmal zu bezahlen? Oder ist es eher mehr Geld für "Das selbe wie jedes Jahr"?

Da ich mich nun als einen Blogger mit Verantwortung für Comics sehe, war es natürlich eine Eherensache, sich den neuen Comic- und Mangabereich genauer anzusehen. Das und...O.K....die Tatsache, dass die Eintrittskarte ein Geschenk einer Freundin war! 
Und so stürmten wir, also meine Freunde und MOI die Messe auf der Suche nach Neuem, Innovativem und dem speziellen "Je n'ai sait quoi!" - oder wie das Neudeutsch heißt. Also rein in die Messehalle, Eintrittskarte durch das Drehkreuz gezogen und voila! Gleich hinein in die unzähligen Menschenmassen mit ARD- Tüten und zahlreichen kostenlosen Leseproben, Hörbüchern mit Erotikliteratur und allem, was man sonst zugesteckt bekommt oder für hartes Geld erkauft hat. Während meine Freunde dem Interview von Thrillerautor Simon Beckett folgten, saß ich in der GEZ- Lounge ( jetzt wo ich ein Sponsor dieses Mafiavereins bin) und blätterte scheinbar interessiert in einer Leseprobe zu Justin Go's "Der stete Lauf der Stunden". Keine Ahnung, ob es hier um eine Erbschaft oder das Bergsteigen ging- die Leseprobe hatte da einen sehr sprunghaften Inhalt. Und so drängelten wir uns nach Becketts Buchvorstellung von "Der Hof" weiter zur Manga- und Comichalle.

Statt einer größeren Orientierung in Richtung Comic und Event sah alles nach mehr Ständen aus, die teils cooles Zeug, teils nervigen Kitsch feilboten. Natürlich unter einer anstrengenden Ansammlung von Kaufwütigen musste man zäh wie Kaugummi durch die Masse geschoben werden- frei nach Motiven der menschlichen  Darmperestaltik. Für die zahlreichen Zeichner war der zusätzliche Platz natürlich ein Segen! Man konnte von Tisch zu Tisch wandern ohne zu fürchten, etwas umzustossen und hatte gute Sicht auf Zeichenmappen, Sketchbücher und KAKAO- Karten. Für mich die Gelegenheit, Cyprinus und Mana an ihren Ständen zu besuchen. Immerhin brachte mir das richtige Los einen waschechten A4- Druck von Mana ein! Ich Glückspilz! 
Am Mosaik- Stand drehte ich dann einmal am Glücksrad und TATATATAH! ein gratis Mosaik-Heft wanderte in meine ARD- Tragetasche, gleich neben die Stiefel von Nebeah, die ihre armen Füßchen dermaßen auf der Messe quälten, dass ich sie mit mir herumtrug, während sie auf Socken die grenzenlose Zärtlichkeit des Hallenbodens genoss.

Nach einem gratis Ausdruck am Fotoautomaten ging es dann mit der super tollen S- Bahn in Richtung Sonnenuntergang- wenn Leipzig Richtung Westen lag?! Bin in Geografie immer so schlecht gewesen...
Die Messe war erfolgreich überstanden. Aber war der neue Manga- Comicbereich tatsächlich toller und besser? Mir fehlten die Comiczeichner, die nix mit Manga zu tun hatten, wie zum Beispiel Daniel Gramsch, der mir vor Jahren zwei Alina Fox Comics signiert hat und sich auch Zeit für ein paar Zeichentipps nahm. Ihn konnte ich nicht auf der Messe entdecken oder andere seiner Zunft. Schade!
Auch nervte es tierisch, gewisse Gänge zwischen den Messehallen nicht benutzen zu dürfen, weil das Sicherheitspersonal uns nicht durch gelassen hat. Da mussten wir große Umwege gehen und haben glatt eine Halle übersehen. Zum Glück nur die Sachbücher.  
Doch als Fazit bleibt mir nur, dass trotz der Neuerungen noch einiges im Comicbereich getan werden muss, um mich zu überzeugen. Aber im nächsten Jahr wird bestimmt alles besser...

Donnerstag, 6. März 2014

Sleepy Hollow- Sleepy Story

Was ist nur mit diesen US-Serien los? Während so manche Top- Serie nach einer halben Staffel bereits gecancelt wird, laufen andere bis zum bitteren Ende. Und obwohl Sleepy Hollow von Design und Characteren recht interessant ist, trotzdem uninteressant und langatmig umgesetzt ist, ist die zweite Season bereits beschlossene Sache. Doch fangen wir am Anfang dieser Geschichte an.

Im verschlafenen Örtchen Sleepy Hollow geht der kopflose Reiter umher! Doch anders als im Tim Burton Film von 1999 mit Johnny Depp, spielt de Handlung diesmal in unserer Gegenwart- welch verrückter Einfall.
Aus einem Jahrhunderte andauernden Schlaf erwachen Ichabod Crane ( Tom Mison) und der kopflose Reiter in unserer Gegenwart. Durch allerlei dunkler Magie sind die beiden Männer miteinander verknüpft. Während Crane schon bald Hilfe von der jungen Polizistin Abbie Mills ( Nicole Beharie), sammelt der Axt schwingende Reiter bereits seine ersten Köpfe!
Nach einigen Serienminuten steht außerdem fest, dass der Kopflose Killer eigentlich ein apokalyptischer Reiter sein soll und nur ein Bote einer noch größeren Gefahr aus der Unterwelt ist. Demnach trachtet ein Dämon namens Moloch nach dem Leben Cranes und auch Abbie ist in großer Gefahr. Immerhin kreuzte der Dämon bereits vor vielen Jahren den Weg der Polizistin, als diese in ihrer Kindheit mit der Schwester im Wald spielte.

Doch trotz der interessanten Ansätze und den liebenswerten Protagonisten bleibt die Serie auf langen Strecken uninteressant und öde. Zu schnell verfliegt der Grusel und auch der namensgebende Reiter erscheint nur ab und zu auf der Bildfläche. Als Zuschauer ist man zwar dazu geneigt, der Serie etwas Zeit zu geben, doch auch nach Ende der ersten Staffel bleibt man nur mit einem Stirnrunzeln zurück.
Gut gelungen sind die Rückblicke in die Vergangenheit Cranes, an der Seite von George Washington, die mit viel Liebe zum Detail an Highlander erinnern. Auch Ichabots Verschrobenheit und seine Naivität in der Gegenwart regen zum Schmunzeln an, wenn er nicht weiß, wie es in der modernen Zeit zugeht.

Eine zweite Staffel wird produziert, doch die Macher von Sleepy Hollow sollten einiges an Spannung zulegen, sonst hat die Jagd nach dem Reiter bald ein jähes Ende. Immerhin drehte selbst Pro 7 nach nur wenigen Folgen der Serie im deutschen Fernsehen den Saft ab!

Dienstag, 11. Februar 2014

Rebootcop- 27 Jahre danach





Es gehört berits zum Unwort Hollywoods: Reboot. Dank der eigenen Unfähigkeit der Filmschaffenden, eigene, gute Ideen zu Tage zu fördern, bedient man sich seit Jahren schon an den fruchtbaren Blüten der goldenen 80er Jahre. Sei es die Serienwelt, die mit A-Team, Miami Vice oder 21 Jump Street ins Kino gezerrt wurde, oder großartige Filmstreifen wie: Star Wars, Terminator, ALIENS oder Total Recall, die einem stylischen Makeover unterzogen werden und vom schmuddeligen 80s look zum CGI Hochglanz aufpoliert werden. Doch dem schönen Schein folgt leider wenig innerer Wert, wie sich besonders bei Total Recall eindrucksvoll zeigte. Der bissige Satire Humor des Regiesseurs Paul Verhoeven wurde komplett entfernt und was blieb war eine pure Popcorn-Action-Granate ohne viel Inhalt mit viel Green Screen und noch mehr Effekthascherei, Hollywood a la 2000+ eben. Doch dies sollte nicht der letzte Streich des Rebootmonsters werden. Ein weiteres Werk des holländischen Skandalregisseurs Verhoeven ward gefunden: Robocop!




1987 brachte es Verhoeven mit diesem düsteren und mega brutalen Machwerk auf den Punkt. Im heruntergekommenen Detroit der nahen Zukunft wurde Polizist Murphy ( Peter Weller) von eiskalten Gangstern in Klumpen geschossen und nur eine Notoperation zum Cyborgpolizisten konnte die Existenz- Leben will ich es jetzt mal nicht nennen!- des gesetzestreuen Streifenbullen retten. Aufgelockert wurde die düstere Handlung von lustigen Werbespots und nicht ganz satirefreien Nachrichtensegmenten, die zeigen sollten, wie Medienkonzerne unsere täglichen Entscheidungen prägten und uns zu dauernickenden Shafen züchteten. Ein Kniff, den Verhoeven in weiteren Filmen, wie Starship Troopers noch weiter führte. Wichtig war im Original auch die Tatsache, dass die Polizisten Detroits streikten und der OCP Konzern mittels Robocop die Möglichkeit sah, den nörgelnden, unterbezahlten Cop durch schweigsame Maschinen zu ersetzen.

2014 sah das dann etwas anders aus. Gewaltfrei, ohne spritzendes Gedärm und mittels einer anonymen Autobombe wird Murphy hier in den Blechkörper torpediert und muss künftig unter Gedankensteuerung des OCP Konzerns die Straßen Detroits vor kriminellem Gesindel schützen. Hatte es anno 87 Schauspieler Peter Weller noch verstanden, sich wie ein echter Blechmann zu bewegen, steuerte sein Nachfolger Joel Kinnaman den Metallaufzug scheinbar mühelos, ohne den typischen Robotergang durch die Gassen. Naja, wer tanzt denn heute noch den Roboter in der Disco?
Auch der Streikhintergrund wurde aufgehoben und Robocop geht, eigentlich ohne die Gegenwehr der Polizei, seinem Dienst als Gesetzeshüter nach. Lediglich die Debatte im US Senat ist neu, wenn sich Senatoren und der Präsident uneinig seind, ob die amerikanischen Straßen von patroullierenden Maschinen bewacht werden sollten oder nicht. Hier hätte man sich gerade in der Eröffnungssequenz im Iran einen skandalösen Zwischenfall gewünscht, der zeigt, dass die Maschinen ihre Macken haben, aber nö!

Trotz einiger guter Anspielungen auf das Original hat Regisseur José Padilhas die damaligen kritischen Untertöne, besonders gegen die Medien, unter den Tisch fallen lassen. Wenn am Filmende Medienstar Pat Novak ( Samuel L. Jackson) vollmündig verkündet, dass es ausser den USA nichts von Bedeutung auf dieser Welt gibt, spürt man den Sarkasmus zwar heraus, weiß aber auch, dass die amerikanischen Zuschauer im Kino jubeln und "USA USA USA" rufen werden. Dieses Völkchen ist nunmal gegen jede Form von Ironie immun.

Was bleibt ist eben jenes besagte Hochglanz Produkt für Jedermann, ohne gedanklich zu viel zu fordern. Zwar wird der moralische Standpunkt hinterfragt, ob wir uns in Zukunft von Maschinen bewachen lassen wollen, aber etwas tiefer hätte man dann doch ins Detail gehen können. Gerade im Original aus 1987 hatte der stählerne Gesetzeshüter mit seiner Partnerin Lewis ( Nancy Allen) eine Person, die ihn zurück zur Menschlichkeit geholt hat, doch wo ist dieser Partner jetzt? Murphy marschiert oder fährt per Batman- Motorrad allein durch diesen Film. Sein ehemaliger Partner Lewis, hier zur Abwechslung ein Mann, war nur für ein zwei Szenen zur Verfügung und hatte weder Kontakt zu Robocop, noch irgend einen Einfluss auf die Handlungen des Protagonisten. Zum Vergleich: die weibliche Lewis aus dem Jahr 87 sollte mit Robocop auf Streife- er war praktisch nie ohne einen Partner unterwegs!

Stünde der Film Robocop für sich allein, könnte man ihn durchaus als geglückten und gut gemachten Actionkracher verstehen. Allein die Besetzung mit Michael Keaton; Gary Oldman und Samuel L. Jackson ist einen Kinobesuch wert!
Doch mit Reboots und Remakes ist das anders! Den Vergleich zum Original müssen diese neuen Versionen über sich ergehen lassen und auch aushalten können. Und wenn wir mal ehrlich sind, ist diese Mission leider nicht vollständig geglückt. Doch wer Hollywood kennt, weiß dass mit Sicherheit schon Pläne für eine mögliche Trilogie in irgendeiner Schublade liegen. Vielleicht hat dann der neue Officer Lewis mehr zu sagen?!


Und wer glaubt, dass der Reboot- und Remake- Wahn vorbei ist, der irrt. Mit Mad Max und Blade Runner geht es in Kürze weiter. Bin ja mal gespannt, wann Transformers von Michael Bay.....ach Mist Teil 4 soll ja auch eine Art Reboot sein, verdammt!



Samstag, 1. Februar 2014

Selbst ist der Mann

So geht es wahrscheinlich vielen Comicfans: Der Konsum der Machwerke anderer Leute reicht irgendwann nicht mehr aus. Und so beginnt man, selbst den Zeichenstift zu schwingen, mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Da ich selbst seit Jahren zeichnerisch aktiv bin, ist es mir natürlich ein Bedürfnis, auch einmal auf meine kreativen Ergüsse aufmerksam zu machen. Zwar habe ich bisher nur 2 Geschichten vorzuweisen, von der die erste beendet und die zweite in ihrer letzten Phase ist, aber da ich zusammen fast 6 Jahre Arbeit reingesteckt habe, ist es bisher das größte, was ich jemals selbst angefangen habe. Also lehnt euch zurück, wenn ich euch zuerst über den ersten Comic mit Namen "Stufe 8" berichte:



Stufe 8: Mein Erstlingswerk mit dem griffigen Namen spielt in einer düsteren Zukunft nach dem dritten Weltkrieg. Die Erde ist ein einziges Ödland und in den Trümmern der alten Welt hat sich eine neue Ordnung aufgebaut. Der einsame Söldner Brock schlägt sich mit kleineren Gaunereien herum um zu überleben. Als er eines Tages gefasst wird, befreit ihn eine Sklavin und bittet ihn, sie mit sich zu nehmen. So machen sich beide aus dem Staub. Jazima, eine Prinzessin mit seltenen Fähigkeiten stellt sich als ein kostbarer Gefährte heraus, während die Bluthunde des Kriegstreibers King Tschad dicht auf ihren Fersen sind. Ein geheimer Militärstützpunkt, eine wertvolle Rakete und die Zukunft der Welt stehen auf dem Spiel, wenn es zum alles entscheidenen Showdown zusammentrifft. Storytechnisch zwar nicht gerade ein Shakespeare, aber dafür gespickt mit reichlich Action, frechen Dialogen und interessanten Figuren, wie ich hoffe. Stufe 8 galt für mich als erste Übung, was Figurendesigns und Seitenaufbau anging. Zwar sieht man, dank der drei Jahre (2008- 2011)  Entwicklung, die Fortschritte in den Zeichnungen, aber perfekt ist es noch lange nicht. Trotzdem liegt mir das über 70 Seiten umfassende Machwerk sehr am Herzen, da es mein erster richtiger Comic ist, den ich trotz langer Arbeit endlich fertig stellen konnte.




Mein zweiter Ausflug und aktuelles Machwer trägt den Namen "Dunkelzeit" und ist anders als sein Vorgänger ein pures Fantasyepos mit Tolkien- Einschlag. Mit 16 Jahren hatte ich die Idee, einen eigenen Fantasyroman mit Namen "Die Lieder von Targa" zu shchreiben, in denen ein Krieger namens Nagash seine Abenteuer besteht und gegen den wahnsinnigen König Gor und seine Dämonenschar besteht. Leider wurde das Schriftstück nie vollendet und wanderte schließlich in den Papierkorb. Grund genug, Nagash in einem Comic zum Leben zu erwecken. Mit einer stark veränderten Story aber vielen Elementen aus meinem frühen literarischen Machwerk gespickt, zogen Nagash der Krieger, Neila die Zauberin und Xavir der Dieb aus, um Targa vorm finsteren Zauberer Morsat zu schützen. Morsat will die Siegel brechen, die ein Portal schützen, aus dem der finstere Gott Gor entsteigt, um die Welt ins Chaos zu stürzen- die übliche Agenda eines Bösewichts also. Mit Schwertern, Muskeln aus Stahl und finsterer Magie wird hier jedes Fantasy- und Rollenspielelement aufgegriffen und in diesen Comic gepackt. Mit über 70 Seiten ist diese Geschichte noch nicht vollständig erzählt, soll aber noch in diesem Jahr sein Ende finden. Ob Dunkelzeit seinen Vorgänger Stufe 8 in der zeichnerischen und erzählerischen Qualität schlägt, ist natürlich Geschmackssache. Für mich allerdings steht fest, dass ich einiges an Details draufgepackt habe und meine Zeichnungen noch etwas ausgefeilt habe.

Der dritte Ausflug ist in meinem Kopf bereits fast ausgereift und wird vielleicht bald erste Formen annehmen. Soviel sei schon einmal verraten: Ein intergalaktischer Kopfgeldjäger strandet auf einem Hinterwäldlerplaneten und scheint die letzte Rettung vor einer Alieninvasion zu sein. Ob das wirklich alles so umzusetzen ist, wie ich es hoffe, zeigen die nächsten Monate. Aber Science Fiction wird mein nächstes großes Thema sein. Und ich werde mich bemühen, einen weiteren, griffigen, deutschsprachigen Titel zu finden, versprochen!


Für all jene, deren Interesse ich jetzt geweckt habe, steht dieser Link zur verfügung:


http://animexx.onlinewelten.com/doujinshi/zeichner/372535/


Schaut mal rein und  lasst mich wissen, was ihr davon haltet!

Montag, 20. Januar 2014

Frauenpower!





Schon seit es Comics gibt, ist es klar: Das ist und bleibt Männersache. Sie werden ja auch größtenteils von Männern gelesen und gezeichnet.
Fast jeder der Superhelden ist männlich und Frauen waren bisweilen nur schmückendes Beiwerk. Sei es, um dem Helden zu gefallen, oder sich unnötig in Gefahr zu begeben um dann gerettet zu werden. Also kein Wunder, dass es weibliche Helden da schon immer schwer hatten, neben neugierigen Reporterinnen und Ehefrauen, die zu Hause auf den Helden warteten, gab es für Frauen im Medium Comic nicht wichtigeres zu tun. Marvels Lieblingsmutantenserie X-Men ging da schon immer andere Wege. Zwar dauerte es auch einige Jahre, aber inzwischen tummeln sich wohl die stärksten Frauen unter den Schülern der "Xavier School for gifted youngsters". Ob Jean Grey alias Phoenix, die unantastbare Rouge, Wettergöttin Storm, Ninja Killer Psylocke, oder Teeniegirl Jubialtion Lee- hier haben die Frauen ihre männlichen Kollegn schon längst überholt und müssen sich nicht um die üblichen Klischees sorgen.





Im X-Men Sonderband 1 dürfen nun die X-Men um Storm zeigen, was Phase ist. Ausgerechnet Jubilee taucht mit einem Baby auf, welches nachträglich für Ärger sorgt. Denn dieses Kind dient der göttlichen Macht von Arkea Prime dazu, die Kontrolle über die Xavierschule zu übernehmen. Und schon ist ihr Gegenspieler Sublime da, um sich gegen seine mächtige Schwester zu stellen. Ein Kampf, der bereits vor Jahrtausenden begonnen hat.
Die X-Men stehen sich ihrer ersten Feuerprobe gegenüber. Von der Frage nach der Teamführung, über das Baby von Jubilee bis hin zur Zukunft aller Mutanten- diese Serie wird noch für einige Überraschungen sorgen und ist neben der regulären Heftserie eine gelungene Ergänzung. Vor allem die kultike Irokesenfrisur von Storm, die sie bereits in den 80ern hatte, ist für mich ein Grund, das weibliche X-Men Team cool zu finden. Und macht euch keine Illusionen, dieses Team ist pure Kraft, mit der selbst Magneto seine Probleme hätte.




Donnerstag, 16. Januar 2014

Die Waschbären kommen!








Was haben ein schießwütiger Waschbär, ein wortkarger Baum und ein Sternenprinz gemeinsam? Ganz genau, sie sind die Guardians of the Galaxy! Und da in diesem Sommer noch der neue Kinofilm über das ungewöhnliche Weltraumteam auf die große Leinwand kommt, ist diese Neuveröffentlichung in Albumformat genau das Richtige. Denn wer kennt sie überhaupt, die Guardians rund um Starlord?

Im ersten Band des Abenteuers von Autor Brian M. Bendis und Zeichner Steve McNiven erleben wir, wie Starlords Vater, der zukünftige König des Spartax Planeten, auf der Erde notlandet. Er lernt eine Erdenfrau kennen und lieben und unser kleiner Starlord Peter Qill ist das Ergebnis einer romantischen Nacht am Kaminfeuer. Doch bevor der Sohnemann das Licht der Welt erblickt, ist der Papa auch schon auf seinen Planeten zurückgekehrt und lässt die Gattin allein zurück. Bis eines Tages Aliens namens Badoon auf dem Grundstück von Familie Quill auftauchen, die Mutter erschießen und den kleinen Peter beinahe mit samt Haus in die Luft jagen. Doch diese Ereignisse liegen nun Jahre zurück und sind für Peter nur eine blasse Erinnerung. Was für ihn bleibt, ist der Hass auf den Papa, denn der hat ja die Mutter schutzlos zurückgelassen, als die Badoon die königliche Blutline brutal enden lassen wollten.

In der Gegenwart ist natürlich einiges los. Tony Stark ist in seinem Ironman- Weltraum- Anzug unterwegs und schließt sich den Guardians of the Galaxy an, die die Erde vor außerirdischen Bedrohungen schützen sollen. Peter Qill alias Starlord, Gamora- die gefährlichste Frau der Welt, Groot- ein sprechender Baum, der nur einen Satz sagen kann, Drax der Zerstörer- ein grimmiger Krieger und Rocket Racoon ein Waschbäralien, das Spaß am Ballern hat, bilden ein ungleiches Team aus Weltraumpiraten und Glücksjägern. Während der König von Spartax ein Einreiseverbot für Aliens auf die Erde verhängt hat, greifen die Badoon fleißig unsere Heimat an. Nur die Guardians greifen ein und verstoßen somit gegen den königlichen  Erlass.
Was folgt ist ein Abenteuer im Weltall, mit Monarchen, Kriegern, Raumschiffen ud Laserkanonen- eben alles, was gute Science Fiction braucht. Und gerade deshalb lohnt es sich, diesen Band zu lesen! Wer noch etwas besonderes in seiner Sammlung braucht, kann auch auf eine Variant- Cover- Edition zugreifen, die unseren Waschbären in voller Größe zeigt.





Wer dann noch im Sommer einen neuen Film über eben diese Guardians sehen möchte, der kann sich auf ein bildgewaltiges Abenteuer mit Chris Patt als Starlord, Dave Bautista als Drax, Zoe Saldana als Gamora, Vin Diesel als Groot und Bradley Cooper als Rocket Racoon freuen. Erste Eindrücke gab es ja bereits in der Endcredit- Szene von Thor 2 - the dark world zu bewundern, denn der Collector wird in diesem Film von Regisseur James Gunn eine besondere Rolle spielen. Oh Mann, bin ich gespannt auf diesen Film!

Donnerstag, 9. Januar 2014

Hallo 2014, mach's gut FFXIII!





Da sitze ich nun und habe es mir im neuen Jahr gemütlich gemacht und muss, wie jeder andere auch, meine guten Vorsätze erfüllen, die ich im Suff zu Silvester getroffen habe. Naja, eigentlich war ich nüchtern, aber wenigstens freudentrunken. Zu einer meiner größten Sünden gehört es nunmal, nichts zu Ende zu bringen. Was wäre also ein treffender Vorsatz, wenn nicht das Versprechen, auch mal etwas zu Ende zu führen. Dies trifft nicht nur unzählige Bücher, auch Videospiele gehören zu den häufigsten Dingen, die unerledigt ins Regal wandern. Was für eine Schande, bedenkt man doch den hohen Anschaffungswert, wenn man dann doch nur 2 oder 3 Stunden davon spielt und das elektronische Machwerk dann zurück in die Sammlung stellt. Aus diesem Grunde habe ich eine Liste mit Playstation3 Spielen, die nun auf ihre Vollendung warten. Von Assassins Creed III, Dragon Age, Disgaea 4, Binary Domain, bis hin zu Final Fantasy XIII ist alles dabei.
Dabei ist Letzteres natürlich mein schlimmster Gegner! Ganze 4 Jahre wartet dieses mittelmäßige Rollenspiel nun auf seine Beendigung und noch immer komme ich entweder nicht voran oder habe einfach wenig Motivation, überhaupt einen Spielmeter zu gehen. Dabei ist nicht immer die Schuld bei mir zu suchen! Es ist einfach ein scheußliches Spiel, welches den Namen Final Fantasy überhaupt nicht verdient hat. Doch fangen wir am Anfang dieser traurigen Geschichte an....





Vor vielen Jahren hatte ich noch eine PS One. Die älteren können sich vielleicht noch erinnern, als Grafik noch nicht HD war und Konsolenspiele noch nicht installiert werden mussten. Da fand ich Final Fantasy VII als Platinum- Version. Es war ein feines Spiel. Es hatte mächtig Umfang, liebenswerte Charaktere und eine hübsche ( damals jedenfalls) Grafik. Nach über 120 Stunden hatte ich es geschafft und der Abspann flimmerte über den Bildschirm. Meine Liebe zu Final Fantasy war geboren. Bald schon spielte ich Teil VIII und den wunderschönen IX, bis es eine Konsolengeneration weiter ging. Auf der PS2 zockte ich unzählige Stunden Teil X, was der Höhepunkt der Spielereihe für mich war. Besser würde es nicht mehr werden. Mit X-2 und XII ( die Onlinetitel und zahlreichen Ableger für Game Cube vernachlässige ich mal an dieser Stelle) kamen die letzten, eher mageren Titel für die Playstation 2 heraus. Nun war es an der neusten Generation, zu zeigen, was man kann. Auf der Playstation 3, mit schmucker HD- Grafik, Sprachausgabe und modernster Technik sollte Final Fantasy XIII zeigen, was es kann.




Also legte ich mir 2009 eine PS3 zu und kaufte mir FFXIII ganz neu zum Erscheinungstag. Doch was soll man dazu sagen? Die Vorfreude wurde durch Ernüchterung ersetzt. Sollte das Final Fantasy sein? An Kämpfe in Echtzeit hatte ich mich ja seit Teil XII gewöhnt. Auch an den Verlust der Spielkontrolle- wo Teammitglieder k.I. gesteuert werden. Doch lieblose, schlauchartige Level, x-Botton Gedrücke ohne Sinn und sterile Technikwelten machten das einstige Rollenspielbollwerk einfach kaputt. Wo sind die Fantasyelemente aus den Anfängen? Wo sind Ladenbesitzer und Bürger mit denen man reden kann? Wann kann man frei in der Welt umherziehen und tun was man will? Was bleibt ist ein Stück Hochglanzmist ohne Seele, dem nur Spieler etwas abgewinnen können, die sonst nur Actionspiele spielen und von Final Fantasy noch nie etwas gehört haben. Die Liste der Mängel ist einfach zu groß um sie hier schnell beiläufig zu erwähnen.
Also legte ich nach 30 Stunden Spielzeit das Gamepad entgültig aus der Hand. Pünktlich zum neuen Jahr nehme ich mir dann das Spiel erneut vor und glaube, dass es jetzt der letzte Abschnitt wird. Stur durchrennen, ohne zu Leveln. Sidequest gibt es ja nicht, also sollte das zu schaffen sein. Doch schlechtes Leveln und umständliche Waffenaufwertungen machen es fast zur Tortur, auch nur eine besserstufige Waffe zu erhalten. Wenn dann die nächsten, stärkeren Zwischengegner auftauchen, ist man schnell erledigt. Schon lange ist mir egal, worum es in der unsinnig verworrenen Geschichte geht. Weder die Hauptperson Lightning, noch ihre inhaltslosen Gefolgsleute sind mir ans Herz gewchachsen. Square Enix hat es geschafft und eine wirkliche Fantasy zerstört.

Werde ich es diesmal schaffen, dieses Teufelsspiel zu beenden, oder sitze ich 2015 mit der selben Zielsetzung vor der Playstation?